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Eventi - Conferenze
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55y-sputnik-01Heute war in Moskau der offizielle Festakt des 55. Jubiläums vom Sputnik. Eine überwältigende und fernsehreife Veranstaltung verzauberte über 5000 geladene Gäste und etwa 200 VIPs. Zu den letzteren gehörte ich als Gast jener Familie, vor der man sich heute tief verneigte, den Koroljows. Fast aber begann es mit einer Katastrophe die besonders dem Chefkonstrukteur Koroljow in den Knochen saß.

Video   +++    Fotos Bankett   +++   Fotos Festakt 

Wir sitzen im kleinen abgedunkelten VIP-Bus und fahren durch Moskau. Es geht in eine Nachbarstadt. Vor der Arena von Mitischtschi, ein Nachbarort der Raketenstadt Koroljow, drängen sich dicht die Menschen. Es spielt ein Millitärorchester im Freien. Viele Autos verstopfen die Straßen. Der Fahrer hält vor einer Polizeisperre an. Wir dürfen nicht durch. Der Polizist verlangt einen bestimmten VIP-Ausweis, den niemand von uns hat. Im Bus sitzt die Familie Koroljow, die Kinder jenen Mannes der vor 55 Jahren den Sputnik startete. Es hilft nichts, wir werden angewiesen mit dem Bus das Feld zu verlassen und weiterzufahren.

Die Tochter von Koroljow greift zum Handy und telefoniert. „Es ist jedes Mal dasselbe, von Anfang an. Immer fehlt irgendein Ausweis. Dabei weiß doch inzwischen jeder, dass mein Vater das alles hier machte.“ seufzt sie und lässt sich geduldig am anderen Ende weiterverbinden. Tatsächlich durfte ihr Vater vor genau 54 Jahren an der 1. Jubiläumsfeier des Sputniks nicht teilnehmen. Er hatte keine schriftliche Einladung erhalten. Da sein Name geheim war, stand er auch nicht auf der Gästeliste. Als die Polizisten ihn nach seinem Ausweis fragten und den darin geschriebenen Namen auf Liste suchten, konnten sie ihn nicht finden. „Geh´ nach Hause. Hier ist nichts für Dich. Da drinnen sind nur jene geladen, die etwas mit dem Sputnik zu tun haben“, sagten sie und schickten ihn weg. Geduldig und ergeben wie Koroljow war, widersprach er auch nicht. Er durfte ja nicht preisgeben wer er war und verfolgte so den Festakt vom Fernseher aus. Es war eine Ironie die sich so nie wiederholte. Am nächsten Morgen durfte sich niemand in sein Büro wagen.

Der Fahrer unseres Busses beobachtet wie ein Mann in schwarzem Mantel auf den Polizisten zugeht und etwas zuflüstert. Nun setzt er zum zweiten Anlauf an und startet den Bus. Wir werden durchgelassen. Das war also nochmal gut gegangen.

altaltLuftballons hängen überall. Ein großer Ballon hängt als Erdkugel über dem Geschehen. Musik spielt. Wir aber stehen abseits zwischen dunklen Jackets. Es ist der gut bewachte VIP-Eingang. Man trifft sich, begrüßt sich und schreitet hinein. Ich kenne kaum jemanden. Jene die ich aber kenne, sind Direktoren und Vorsitzende. Also stehe ich nicht abseits und habe allen etwas zu erzählen, denn man sucht die Nähe dieser Leute die ich kenne, also gratuliert man auch mir. Ich bedanke mich höflich in Russisch. Fast verpasse ich den Fahrstuhl, weil ich mich mit dem ehemaligen Roscosmos-Chef Perminov festgeplappert habe. Er freut sich mich zu sehen und erkundigt sich sofort nach Yvonne.

Wir werden in einen Bankettraum geführt. Dort sind alle Tisch voll mit Essen und Fingerfood. Man kommt weiter ins Gespräch. Roman fotografiert und macht seine Sache gut. Ich habe noch nichts gegessen heute, da kommt das wie gerufen. Dann werden wir auch schon aufgefordert unsere Plätze einzunehmen. Es geht in eine riesige Stadionhalle die voll mit Menschen und Konzertequipment ist. Die Stimmung ist bereits ebenfalls riesig.

altDie Bühne ist kosmisch dekoriert. Alles wirkt harmonisch ohne Fremdkörper zu sein. Da ist eine riesige runde Leinwand mit Antennen wie der Sputnik. Ein Streichorchester sitzt dezent vor einer riesigen Satellitenschüssel. „Zwischen den Sternen“ hängt ein Modell der ISS. Die Sterne sind Tausende kleine Lämpchen. Das Programm beginnt mit einem Countdown und dem Piepen des Sputniks. Es ertönt die russischen Hymne. Ein Chor hat sich in einer langen Reihe in der halben Höhe auf einer Gangway über der Bühne aufgestellt. Sie hängen förmlich zwischen den Sternen. Alles ist live. Eine brachiale Lasershow zeichnet in Bildern die Geschichte des Sputniks und der Raumfahrt in die Nebelschwaden. Es ist gigantisch. Alle stehen ergriffen auf.

Ein gutes Paar an Moderatoren führt wechselreich durch den Abend. Es sind Profis, eine Frau und ein Mann. Sie kündigen den Direktor Vitali Lopota an. Der hält eine kurze Rede, frei, langsam aber ohne Pausen. Tosender Applaus. Ab nun wechselt ein Programmteil den nächsten. Es geht fließend ineinander über. Der gigantische Technikapparat über uns zieht nahtlos mit.

Da sind Videoeinspielungen von herausragenden Abteilungsleitern, die eine Geschichte erzählen oder einfach nur danken.NASA gratuliert mit einer Einspielung von William Gerstenmaier, dem Chef der bemannten US-Raumfahrt. Wir kennen ihn.  Es gibt eine Live-Übertragung zur ISS. Den Kommandantan Juri Malentschenko kenne ich ebenfalls. Auf langweilige und ermüdende Reden warte ich vergebens. Dazwischen treten Sänger, Gruppen und Chöre auf, oftmals mit Ballett und Tanz ergänzt. Auf der Videoleinwand wird das familiäre Leben vieler Personen gezeigt, die am Sputnik teilhaben. Man lässt dies übergehen in die Unternehmenskultur der Firma Energia. Man zeigt lockere Szenen einer familiären Arbeitsatmosphäre. Die so oft angestrebte Integrität des Teams scheint bei diesen 23.000 Angestellten von Energia gelebte Wirklichkeit zu sein – eine große Familie zu der man dazugehören will. 

altEs treten Tenöre und Tanzballetts auf. Kinder im Alter von 4-6 Jahren zeigen was sie können – eine perfekt eingespielte Show – fernsehreif. Ein Höhepunkt ist das Vorführen von 10 Hochzeitspaaren, die sich heute trauen. Alle sind Angestellt bei Energia. Sie bekommen von ihrer Firma den Trauschein und der Saal kreischt „Küssen!“ Dann führt man sogar 5 ältere Paare vor, die heute ein Hochzeitstagsjubiläum haben. Die zehn Mittsechziger genießen es von den kleinen „Sputniks“, den Tanzballett-Kindern umschwirrt zu werden.

Dier Festakt dauert 4 Stunden. Dazwischen ist eine halbe Stunde Pause in welcher Interviews gegeben werden und ich neue Leute kennenlerne. Dabei ist auch eine Frau welche Geschichtswissenschaftlerin bei Energia ist. Sie gratuliert mir zum 70. Jahrestag des ersten Fluges einer Rakete in den Weltraum. Sie spricht offen aus, was viele Wissenschaftler denken. Am 2. Oktober 1942 startete das erste von Menschenhand gebaute Objekt in den Weltraum. Zwar flog das Projektil noch nicht in den Orbit, aber es war außerhalb der Atmosphäre in einer Höhe von etwa 80 km. Es war ein Aggregat 4 aus Peenemünde. Weil diese Rakete später als V2 eine dunkle Geschichte schrieb, kann bis heute noch keine Politik mit dieser frühen technischen Meisterleistung umgehen. Ich gratuliere ihr zurück für Ihre Aufmerksamkeit und bedanke mich.

altaltAm Ende des Festaktes regnen tausende von Luftballons auf uns nieder. Die Kinder aus den Zuschauern und jene aus dem „Sputnik-Ballett“ rennen kreischend umher und versuchen alle einzusammeln. Vergebens. Nach 3 Ballons rutschen diese wieder aus ihren kurzen Armen. Vor allem die akkuraten kleinen Mädchen des Balletts sind nun mit einmal wie meine Kinder –vernarrt darauf jeden Luftballon für sich zu fangen. Es macht sie noch sympathischer. Die Leiterin schimpft bereits: „Macht hin, wir haben im Bus ohnehin nicht so viel Platz“.

Wir verschwinden wieder im Bankettsaal. Der ist nun größer und noch voller aufgetischt. Der Saal ist mit 100 VIPs randvoll gefüllt. Jeder bekommt einen Stehplatz zugewiesen. Vitali Lopota spricht den ersten Tost aus. Davon folgen nun viele. Wir versinken in Gesprächen, die die Zukunft bewegen werden.

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Huntsville - Space celebrations
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sls2012
Wusstet Ihr schon - dass der NASA-Chef der künftigen bemannten Programme an unserem Tisch auf der ILA saß?

todd-may-portraitTodd May ist verantwortlich für die neuen Trägersysteme welche die nächste Generation von Astronauten in Richtung Asterioiden (2025) und Mars (2030) schießen wird. Dabei greift er auf bewährte Technik zurück. So wird die neue Super-Rakete ein Mix aus Saturn V mit Feststoffboostern des Shuttles sein. Seine Firma Dynetics, Inc. aus Huntsville Alabama wird dafür sogar das riesige F1-Triebwerk der Mondrakete wieder aus dem Museum holen und nachbauen. Da ist es toll, dass einige von Euch aus den ersten Moonbuggy-Teams noch den Chefkonstrukteur dieses Triebwerkes persönlich kennengelernt haben, den damals 96-jährigen Konrad Dannenberg aus Weißenfels. Er war unser Trauzeuge (Hochzeit von Yvonne und Ralf).

altWir sprachen auf der ILA über die Möglichkeiten Eurer Generation an solchen Programmen teilzuhaben. Mit dabei waren der Chef der Handwerkskammer von Huntsville und ein Regierungsmitarbeiter des Bundesstaates Alabama. Sie alle würdigten die Arbeit des International Space Education Institutes und die Integrität in die aktuellen Wettbewerbsprogramme aus denen leitende Ingenieure für solche Programme hervorgehen können.

Alle wollen Euch am 25. April zum 20. Jahrestag des NASA Moonbuggy Races als beste internationale Teammitglieder mit besten Leistungen und Führungskräfte für weitere Teams wiedersehen. Wir haben erreichen können, dass man sich in Huntsville auf eine größere Delegation deutscher Unternehmer als Förderer unserer Moonbuggy-Teams vorbereitet. Es wird Empfänge, Programme und ein Kennenlernen mit US-Unternehmern geben. Man will auch wirtschaftlich mit jenen Unternehmen in Kontakt treten welche sich zukunftsorientiert und äußerst flexibel mit der der neuen Generation zeigen.

altAnmeldungen von ISEI-Partnern werden bis zum Ende des Jahres in unsere Leipziger Zentrale entgegen genommen. Die Selbstkosten dieser exklusiven US-Reise betragen für Firmenmitglieder des International Space Education Institutes nur 2.400 Euro incl. Flug, Übernachtung, Mietwagen, Empfängen, Programm und VIP-Gast auf dem 20. Moonbuggy-Race (8 Tage). Die Reisedaten sind: 20.-28. April 2012.

Vergleicht mal den Film mit dem angehängten Foto von der ILA.

Film    +++   SLS-Infos   +++   Datenmappe 

 
Eventi - Workshops
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altDu kennst das Programm von der ILA oder einer anderen Veranstaltung? Wir möchten Dich nun zu einem Kennlern-Wochenende nach Leipzig einladen. Aus Leipzig stammen 4 leitende NASA-Wissenschaftler und diese stehen auch nun hinter Dir. Dies ist am kommenden Wochenende. Das Programm findest Du unten. Du übernachtest mit weiteren Bewerbern im “Space Hotel Leipzig” und hast ein spannendes Wochenende vor Dir. Dabei lernst Du auf einer Festveranstaltung eines Busherstellers unter 7000 Zuschauern den Umgang mit einem Moonbuggy, lernst die wichtigsten Baugruppen kennen, erfährst Wesentliches über den NASA-Wettbewerb und das Praktikumsprojekt und baust Dein eigenes Fahrzeug in Miniaturfom. Daran möchten wir Deine motorischen Fähigkeiten testen. Wir sprechen mit Dir über Deine Vorstellungen von der Zukunft. Auch möchten erfahren was Du Dir in Zukunft vorstellst und wie selbstständig Du für die anstehenden Herausforderungen auf welchem Gebiet bist. Diese heißen wie auf der ILA: Teamwork, Integrität, Exzellenz und Sicherheit.

Was ist mitzubringen?
- Was hast Du bisher Besonderes gemacht? Bringe ggf. Unterlagen, Bilder/Filme oder kleine Exponate mit welche das besser veranschaulichen.
- Trainingszeug, Waschzeug, Schlafzeug, normale Kleidung
- Schreibzeug, es gehen auch Tablet-PC oder Notebook, USB-Stick

altDas Programm:
- Freitag, 28.9.2012: Ankunft und Checkin im Space Hotel bis 20 Uhr, ab 20 Uhr Empfangsveranstaltung (30-45 min )
- Samstag, 29.9.2012: Fahrt nach Zwenkau zum LeoBusFest mit NASA Moonbuggy-Fahren:
Einweisung, Bau eines Minibuggys, kleine schriftliche Tests, Integrieren in die Vorgänge des Teams (ganztägig, Transport per Kleinbus)
- Sonntag, 30.9.2012: Auswertung und gemeinsames Gespräch, Mittagessen mit Film
ab 15 Uhr Verabschiedung, bei Interesse anschließende Elterngespräche
- Selbst-An- und Abreise

Dieses Kennlern-Wochenende ist für Dich völlig unverbindlich. Du kannst mit Gleichaltrigen in Kontakt kommen, welche bereits im Programm stecken, auch mit Studenten und Ingenieuren. Danach bleibt Dir Zeit bis zu den Herbstferien. In dieser Zeit kannst Du Dich entscheiden, ob Du dieses Abenteuer annehmen willst. Es kostet: Zeit, Ideen, Engagement und einen Mitgliedsbeitrag von 5 Euro pro Monat. Alles was Du lernst wirst Du in der Schule, im späteren Beruf oder im Leben anwenden können.

Die Kosten:
Dieses Wochenende wird Dir bis auf einen Selbstkostenanteil vom International Space Education Institute gesponsert. Das Programm ist frei. Für die Übernachtungen mit Halbpension im Space Hotel ist ein Selbstkostenbeitrag von 18 Euro / Person und Nacht zu entrichten. Die Anreise bis nach Leipzig ist selbst zu zahlen. Wir werten das Wochenende nur bei vollständiger Teilnahme. Auch wird Deine Hotelübernachtung nur bei vollständiger Teilnahme mit der Differenz zum Selbstkostenbeitrag gefördert (normale Nacht + Halbpension im Mehrbettzimmer: 38 Euro). Ein nächstes Wochenende findet am 05. November zum Tag der Raumfahrt in Neubrandenburg statt (2-tägige Konferenz mit Beiträgen über Berufe in der Wissenschaft). Hier werden keine Hotelübernachtungen gesponsert.

Wie nehme ich teil?
Du klickst auf diesen Link unten und buchst zusammen mit Deinen Eltern vom 28.-30.9.2012 ein Bett im Mehrbettzimmer. Dazu ist eine Kreditkarte nötig und der Buchungscode unten (bei “Promotioncode” eintippen, falls noch nicht vorhanden: "NASA2809"). Klicke Dich durch das Menü. Es sind nur die Kategorien: “Bett im Mehrbettzimmer” mit Selbstkostenpreisen ausgestattet und werden größer dargestellt. Mit der Buchungsbestätigung hast Du gleichfalls eine Teilnahmebestätigung und alle weiteren Nebenkosten (Halbpension, Transfer nach Zwenkau, etc.) bezahlt, siehe unten die Paketbeschreibung). Wenn keine “Bett im Mehrbettzimmer” mehr verfügbar sind, dann ist das Kennlernwochenende bereits ausgebucht. Du solltest keine Zeit vergehen lassen.

Link zur Teilnahmebuchung:
Kennlern-Paket im Space Hotel Leipzig verbindlich buchen

Paketbeschreibung zur Buchung:
Selbstkostenpreis pro Nacht und Person im Mehrbettzimmer für Interessenten am Moonbuggy-Programm des International Space Education Institutes, incl.:

- 2 Nächte am Wochenende,
- Programm
- Halbpension (2 Abendessen, 2 Frühstücke, 1 Mittagessen)
(nur zugelassen für Schüler und Studenten, es werden Zimmer nach Geschlechtern durch die Hotelleitung getrennt angelegt, das Mittagessen am Samstag ist wegen des Außentermines nicht enthalten und kann selbst an einem Imbisstand vor Ort gekauft werden.)

Bei Rückfragen bitte nur über Facebook.

Viel Glück!

 
Eventi - Fiere
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ILA2012-resumeNach 6 Tagen geht die ILA 2012 zu Ende. 3 Ausstellertage verliefen geschäftig-ruhig mit 120.000 Fachbesuchern. Die drei weiteren Besuchertage spülten die doppelte Anzahl von Besuchern auf das Gelände. Diese ILA ist die sechste Ausstellung die wir mitbegleiteten und die erste auf welcher wir über viele Umwege selbst als Aussteller mit eigenem Messestand auftraten. Mit einer Größe von 63 m² im Flächenwert von 31.500 Euro und einer 7-meter-Rakete in der Mitte ist dieser nicht nur der größte seiner Art, sondern inmitten der großen Industrien der Halle 1 zwischen dem Nordamerikanischen Pavillion und Russland auch besonders auffällig. Wir schließen heute mit hunderten neuer Interessenten und 67 klaren neuen Kontakten denen eine Kooperation oder Mitgliedschaft folgen wird. Dazwischen liegen 10 Jahre harter Arbeit und ein Weg mit vielen Kurven.

Die Resultate dieser Messe decken sich mit unseren Erwartungen und bestätigen wie wichtig die Symbiose des Zusammenspiels der Direktförderung von Technik, Naturwissenschaft, Berufen, und Berufsmotivierung im Schulalter durch Unternehmen ist.

Unsere erste ILA besuchten meine Frau Yvonne und ich im Jahre 2002, also vor nunmehr 10 Jahren. Yvonne war frischgebackene Botschafterin für Raumfahrtausbildung und in ihrem hellblauen russischen Raumanzug eine neue Figur auf der Bühne der Luft- und Raumfahrt. Man nahm diese Funktion damals hierzulande zwar nicht ernst, dultete aber den Background von 3500 Mitgliedern und Raumfahrtenthusiasten mit der hübschen jungen Frau im Pilotenlook an deren Spitze. Der Salon du Bourget, die AMI und andere Messeauftritte folgten. Ich nutzte meine Möglichkeiten als Leiter einer Presseagentur und bekam über die Pressezentren Zutritt.

Zwei ILA-Messen begleiteten wir so und nutzten die Aufmerksamkeit zur Gewinnung von Interessenten und Unternehmen. Viel sprang da aber noch nicht heraus. Zu fern empfanden vor allem die oft mit sich selbst beschäftigten Luft- und Raumfahrtberater die Notwendigkeit der Nachwuchsförderung als Weiche für das Studium und träumten weiter. Das änderte sich inzwischen mit dem Einbruch guter Absolventen. Seit 2005 besitzen wir feste internationale Schülerteams und bereiteten sie auf einen ILA-Auftritt für 2006 vor. Dabei war die ILA längst nicht mehr das Highlight. US-amerikanische Partner verstanden es mit Einladungen zum Shuttlestart besser Begeisterung zu schüren.

Der BDLI zeigte sich im Vorfeld der ILA 2006 abermals gehörlos und so gelang es mir über die Verbindungen zur Presse und dem Pressezentrum der Messe Berlin einen Quereinstieg der Schüler zu allen Ausstellungstagen zu ermöglichen. Generalstabsmäßig durchkämmten die Jungs und Mädels als Blogger im blauen Raumanzug die Reihen in den Hallen und forderten überall die Bringschuld an den Nachwuchs in Form von Praktikas und Beiträgen ein. Wir hatten sie professionell im Verkauf und dem Umgang mit den Medien geschult. Genügend Interesse brachte jeder selbst mit. Ein erstes Unternehmen erklärte sich nach der ILA 2006 zur Förderung mit 1500 Euro bereit. Durch diese Spende der Fa. IABG konnten u.a. 18 deutsche Schüler den Shuttlestart von Thomas Reiter am Kennedy Space Center am 4. Juli 2006 miterleben. Für viele ist das bis heute ein Schlüsselereignis geblieben. Alle haben heute ein technisch-wissenschaftliches Studium aufgenommen.

Dank der vielen Freunde unter der internationalen Presse und TV avancierte das Bild der interessierten jungen „Karrierebotschafter“ unter Anleitung einer fotogenen „Kosmonautin“ auch recht schnell zu einem Markenzeichen für Karrierewünsche auf der ILA. Die Auffälligkeit und Zielstrebigkeit war einfach zu hoch und diese wurde zu oft abgebildet, vervielfältigt oder weitergesagt. So kam es, dass auf den Publikationen der ILA für das Jahr 2008 das erstmalig in das Leben gerufene Career Center mit unseren Schülern als „Nachwuchs“ propagiert wurde, ohne sie jedoch tatsächlich einzubinden. Es gab zwar hier und da mal ein Gespräch mit der ausführenden Werbeagentur, aber wir mussten feststellen, dass keine dieser Agenturen fundierte Erfahrungen im Umgang mit der Förderung des Nachwuchses aus der Luft- und Raumfahrt hatten. Entsprechend wurde dann auch die Veranstaltung, inhaltslos und fremd für die Wünsche der eigentlich zusammenzuführenden Interessenten aus Bildung und Wirtschaft. Den Unternehmern der Vorträge wurden angeblich interessierte junge Leute vorgeführt, die aber aus Schülern mit Freikarten und einem Tag Schulfrei bestanden. Keiner von denen hatte außer dem unterrichtsfreien Tag ein Interesse an dem was auf der ILA geschah. Hier fand ein Gießkannenprinzip unter Berliner Schulen, aber keine Vorbereitung auf Leistungsbasis statt.

Dennoch wurde das Jahr 2008 anders. Zum ersten Mal zeigten wir nicht nur Schüler, sondern auch deren technische Ergebnisse mit einem NASA-Moonbuggy. Es wurde bestaunt und belächelt, von den Russen und Amerikanern anerkennend gesehen und den Europäern ignoriert. So kam es, dass Herr Perminov (Roscosmos) vor den verblüfften Journalisten der Yvonne auf der der Roscosmos-Pressekonferenz den Platz mit den Worten räumte: „Mein Platz gehört der Zukunft und damit der Jugend“. Dann stand er auf und Yvonne setzte sich ins Podium.

Oder es pfiffen die US-Armee-Angehörigen hinter dem Moonbuggy hinterher „Go, Go, Go“. Herr Dordain und Herr Wörner hingegen mussten das Moonbuggy vor die Füße gefahren bekommen, um es sich in einer Warteminute vor dem ESA-Pavillion wortlos anzusehen. Mehr kam nicht herüber. In das inzwischen gewachsene Karrierezentrum wurden sie nur einmal eingelassen, während unseres Vortrages über die „Zukunft der bemannten Landung auf dem Mars“, am Ende der Veranstaltung als alle auf dem Nach-Hause-Weg waren.. Wir stellten das Mars 500 Projekt und unsere Integrität weit vor dessen heutiger Bekanntheit vor. Der Techniker sagte hinterher verblüfft: „Solch einen vollen Konferenzraum hatten wir die ganze Woche nicht.“ Es war ein stilles Honorar.

Diese Erlebnisse entmutigten unsere Schüler. Sie realisierten, dass Luft- und Raumfahrtberufe in unserem Land keine Zukunft haben, weil man ihnen anders als die konkurrierende Medienbranche um Dieter Bohlen keine Türen öffnen möchte. Im Jahr 2010 bestand unser „Schülerteam“ trotz NASA-Weltmeistertitel auf der ILA nur noch aus einem einzigen Schüler mit Moonbuggy. Das Moonbuggy wurde zwar abermals bestaunt, jedoch wurde es nur von einem einzigen Besucher der ILA 2010 als Weltmeister unter 1000 exzellenten Schülern der Welt gewürdigt. Der damalige NASA-Administrator Michael Griffin rannte seinen Sicherheitsleuten davon und dem Moonbuggy hinterher, um den Fahrer Max Frank begeistert zu beglückwünschen. Daraus wurde ein Schnappschuss außerhalb des Protokolls.

Das Interesse der Schüler ließ dennoch nach. Wir liefen Gefahr aus, dass sich die künftigen Studierenden mit ihren Studien- und Berufswünschen in Richtung USA konzentrieren. Also streckten Yvonne und ich unsere Fühler in Richtung Handwerk und Ingenieurwesen aus und bauten alle weiteren Strategien auf einem Netzwerk aus mittelständischen Betrieben und der Balance zwischen Theorie und Praxis auf. Wir luden Vorstandsberater der DLR und den Vorsitzenden des BDLI nach Leipzig ein. Zwar zeigten sich alle Gäste schwer beeindruckt von unserer Arbeit vor Ort, jedoch kam dann außer leeren Worten nicht wirklich etwas zurück.
Fast hätten wir uns ganz von der ILA abgewandt, da auch die sächsische Wirtschaftsförderung trotz erster sechsstelliger wirtschaftlicher Ergebnisse und kristallreiner Jungingenieure aus unserer Mitte sich nicht als zuständig fühlt. Seit 2011 aber fuhren wir mit unseren internationalen Teams bei NASA weitere beeindruckende Ergebnisse ein und konnten die Nachwuchswettbewerbe sogar mitentwickeln. Wir schilderten beschämt im kleinen Kreise US-amerikanischer Förderer in Alabama unser Problem mit der mangelnden Zukunftstauglichkeit der europäischen Wirtschaftslenker und definierten dies als unverantwortlich. Der Zuspruch auf diese Offenheit war sofort immens.

Heute leiten wir Schülerteams aus vielen Ländern an und führen sie über vier einfache ethische Grundwerte und einem Leistungsprinzip auf Gegenseitigkeit auf die Ebenen der internationalen Begabungsförderung. Dabei definieren wir „Fördern“ grundsätzlich nicht mit „Schenken“, sondern mit „Fordern“, also „Anstrengen“. Wir strengen Unternehmen, private Gönner und Schüler gleichsam an und stellen deren Ziele hoch. Nur so können wir uns die Zukunft gemeinsam überhaupt noch leisten.

Das Ergebnis dieser ILA 2012 für die Zukunft unseres Humankapitals an der Scheidewand der Prägung auf ein hohes Berufsziel wird sich frühestens ab dem Jahre 2020 wirtschaftlich bemerkbar machen. Wir danken den vielen privaten Förderern im Hintergrund aus Washington, Huntsville, Berlin, Moskau und Bonn. Ein besonderer Dank gilt den Firmen IAC und der Messe Berlin GmbH für die außerordentlich gute Zusammenarbeit. Wir hoffen niemanden mit diesem Auftritt enttäuscht und auch niemanden erschreckt zu haben und sehen bereits die nächste Messe 2014. Bis dahin wird sich unsere Initiative als freie Denkfabrik und Inkubator für internationale Ingenieursprojekte und –firmen weiter etablieren.

Vor allem aber danken meine Frau Yvonne und ich unseren engagierten 10 Schülern, Studenten und Jungingenieuren sowie deren Sponsoren für ihr Engagement, Aufgewecktheit, Neugier, Disziplin, die bunte Farbe, sowie das multilinguale Flair auf unserem ILA-Messestand 2012. Sie kamen aus Leipzig, München, Dresden, Berlin, dem Schwarzwald, Moskau, Venedig, Alicante und Neu Delhi.

Fotoalben ILA 2012
Schülerbericht
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Articoli degli studenti - 2012
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araceli-flighthairsIch bin Araceli Zeller, 14 Jahre alt und kome aus der Realschule Maria Huber in Titisee Neustadt im Schwarzwald. Als ich vor 2 Jahren aus Spanien nach Deutschland umgezogen bin, hätte ich mir nie geträumt, heute auf der größten europäischen Luft- und Raumfahrtmesse als Aussteller stehen zu dürfen. Ich möchte deshalb hier darüber berichten, wie es dazu kam und was ich hier alles erlebe.

Ich habe beim NASA Summerworkshop in Leipzig in den Ferien für drei Wochen mitgemacht, wo wir auch eine Rakete gebaut haben. Ich habe einen Tauchkurs gemacht, bin 2000 km durch Deutschland und hochinteresante Industriebetriebe gefahren und habe auf dem NASA-Moonbuggy trainiert.

Wir haben jetzt einen Messestand auf der ILA (Internationale Luft- und Raumfahrt Ausstellung) bei Berlin in der Halle 1 zwischen den Ständen von vielen internationalen Firmen. Ich bin schon seit 3 Tagen dabei, und wir haben zum Glück alles rechtzeitig fertig bekommen. Heute ist Eröffnungstag und viele Menschen waren schon an unserm Stand und wollten etwas über uns und die Moonbuggys wissen. Die Meisten kommen aus dem Ausland und sprechen englisch.

Roman und Evgeny (unsere zwei russischen Raufahrtingenieure) sprechen mit den Fachbesuchern und erzählen was wir beim Moonbuggy Race machen. Inez kümmert sich um die Terminvergabe. Die anderen fahren Moonbuggy durch das Gelände. Dabei habe ich die Leitung für die Registrierung.

araceli-kanzlerinIch war mit unserem Standleiter gerade unterwegs zu einem Fotoshooting, als da Frau Merkel entlang ging. Mit einem Mal waren da überall Sicherheit und Leute in schwarz mit Funkgeräten. Mein Standleiter hat versucht mich in der Nähe von Frau Merkel zu bringen. Dabei sind wir mit dem Bus für die Regierungsangestellten gefahren, über das ganze Messegelände wo die ganzen Flugzeuge und Hubschrauber sind. Am Ende stand ein ganz riesiges Flugzeug, ein A 380. Der wurde nun auf den Namen „Brandenburg“ getauft. Das war alles sehr schön und interesant weil ich noch nie ein Flugzeugtaufe gesehen habe. Ich war komplett eingeklemmt zwischen all den wichtigen Fotografen und habe mich bis an das Gitter vorgearbeitet. Mit einem Male schaute die Bundeskanzlerin auf mich und winkte mir zu. Ich war so erschrocken, dass ich laut zu lachen begann. Da ging ein riesiges Blitzlichtgewitter auf mich nieder. Alle haben mich fotografiert, obwohl ich kaum Luft holen konnte. So eng war das. Dann war auch schon alles vorbei und Frau Merkel flog mit einem Hubschrauber fort. Sie ist eigentlich eine ganz nette Dame, wie meine Mutti.

araceli-3dAls wir zurück kommen wollten, haben wir an einem italienischer Hubschrauber angehalten und gefragt ob ich rein gehen könnte. Der Chef mit dickem Bauch schob die Absperrung beiseite und hat ja gesagt. Also bin ich in den riesigen Kampfhubschrauber gestiegen und war erschrocken über die vielen Knöpfe da drinnen. Drinnen gab es viele Computer, Steuerhebel und Lampen. Ich habe mir nicht getraut etwas anzufassen. Da kam der Mechaniker hinein und sagte, dass ich die Handbremse anziehen soll. Er zeigte auf einen kleinen roten Hebel. Den habe ich dann herausgezogen. Es hat gezischt. Huch, war das ein Schreck! Ich habe mir dann den Helm aufgesetzt und bin in Gedanken über den Flugplatz geflogen. Das war ein Tolles Gefühl!!!

 
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