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Schülerberichte - 2012

jasmin-haackaltJasmin Haack (17) bewarb sich am 19.12.2012 über schuelerjobs.de an der Teilnahme am NASA Moonbuggy-Wettbewerb 2013. Jasmin stammt aus der Region um Leipzig und geht auf ein Leipziger Gymnasium. In der Freizeit interessiert sie sich für wissenschaftliche Arbeiten und möchte nach dem Abitur gern Kunststofftechnik studieren. Zwischen dem 27. und 30.12.2012 nahm sie am NASA-Briefing in Leipzig teil und erfuhr dabei viel über das was ihm auf diesem Weg bevorsteht. Sie konnte alle Bereiche in denen sie selbst gefordert war mit sehr guten Ergebnissen abschließen. Dazu gehörten: Moonbuggy-Training, CAD-Kurs, Bau eines Minibuggys aus Edelstahl, Verfassen eines eigenen Berichtes, Einbringen in das Team, Organisieren des Tagesablaufes. Nachfolgend erscheint der erste Bericht von Jasmin.

Die transparente Darstellung und Spiegelung des Erlebten und Erlernten dient der Festigung und Einordnung des erworbenen Wissens sowie neuer Fähigkeiten. Im Laufe eines oder mehrerer Jahre erscheint so ein Nachschlagewerk über Jasmins Entwicklung welches ihr vor allem selbst hilft. Es werfen aber auch Förderer und Sponsoren gern immer Mal ein Auge auf solche Berichte, um positiven Einfluss auf die jeweilige Schülerin zu nehmen.

Jasmin hat nun eine Woche Zeit sich die Teilnahme am NASA-Wettbewerb genau zu überlegen. Jasmin möchte mit dem NASA-Wettbewerb auch eine wissenschaftspropädeutische Arbeit für das Abitur einbringen. Unser Vorschlag ist nach eingehendem Gespäch und Test am CAD-Design die Materialwissenschaft: Entwerfen, Berechnen und Fertigen von intelligenten Kunststoffteilen am Moonbuggy zur Reduzierung des Gewichtes und Erhöhung der Fahreigenschaften. Hierfür stehen ihr ein komplettes CAD-Büro mit 3D-Kunststoffdrucker, ein Spezialist, der ein komplettes Präzisions-Teleskop aus Kunststoffen baute, sowie eine Karbonfaser-Werkstatt und Kontakte zum BMW-Werk Leipzig zur Verfügung.

Weitere Schülerberichte hier.

von Jasmin Haack, Leipzig, den 28.12.2012

alt

altAm 27.12.2012 machte ich mich auf, um am NASA-Wettbewerb teilzunehmen. Vorstellen konnte ich mir kaum was mich erwartete. Angekommen, sah ich zuerst Citra (eine 18 jährige indonesische Studentin) am Empfang und zwei kleine Kinder am Computer. Nach anfänglichen Kommunikationsproblemen erklärte mir Citra, dass ich mir in der vierten Etage mit einem Mädchen das Zimmer teilen sollte und dass ich die Erste war. Ich stieg also die Treppen hinauf und sicherte mir als Erstes das Bett am Fenster.

Dann ging ich wieder in das Foyer und von dort aus in den Versammlungsraum, wo mir Herr Heckel schnell erklärte, dass ich mich ruhig am Buffet bedienen könne und mir einen Film über die Raumfahrt zeigte. Anschließend trafen auch die anderen Schüler ein, ein Mädchen und zwei Jungs. Dem Mädchen, Monika, zeigte ich sofort unser Zimmer und freute mich über die Gesellschaft. Im Anschluss gab es eine kleine Vorstellungsrunde und wir wurden vom Moonbuggy-Piloten Tobias (16) herumgeführt. Leider durften wir noch nicht mit den Moonbuggys fahren. Es regnete und war bereits dunkel.

altBei den Vorbereitungen für das Abendbrot halfen wir alle mit, da dies auch eine Aufgabe von uns ist, weil wir in den USA auch alles selbstständig managen müssen. In einer großen Runde wurde dann gegessen und abschließend noch ein Film geschaut. Danach gingen wir auf unsere Zimmer, Monika und ich scherzend, sodass wir uns immer besser kennenlernen konnten.

Meine Zimmergenossin und ich erzählten viel und schliefen gegen 23.00 Uhr ein. 7.00 Uhr stand ich am nächsten Morgen auf, um beim Frühstückmachen zu helfen. Anschließend weckte ich Monika, damit wir gemeinsam frühstücken gehen konnten. Es war absolut entspannt, da die anderen Frühstücksgäste schon durch waren. Nach dem Frühstück wurde uns vor laufenden Kameras ein Vortrag über das Institut und die Moonbuggy-Wettbewerbe gehalten. Die erfahrene Moonbuggy-Pilotin Nadin (18) tat das sehr eindrucksvoll.

altaltDanach wurden uns Overalls in Raumfahrt-Look gegeben, sehr bequem, komfortabel, schöne Farbgebung und warm. Das Einziges Problem hierbei: die Größe. Dann war es endlich so weit. Wir durften mit den Buggys eine Runde auf der Teststrecke drehen. Erst allein und dann im Team tasteten wir uns immer weiter vor, sodass bald Sprünge über die Hügel unsere Hauptbeschäftigung wurden. Auf Zeit und durch Sand fuhren wir, Treppen hinab Hügel hoch und runter, immer schneller und mit weniger Scheu.

Viel zu früh schon mussten wir das Gelände verlassen, da es Zeit war, um Mittag zu essen. Während wir uns verschiedene Videos von Rennen ansahen, ließen wir uns die Nudeln in indonesischer Soße schmecken. Alle nahmen an diesem Essen teil, sodass es eine ausgelassene Tischgesellschaft wurde. Im Anschluss wurden wir vier einzeln interviewt, über unsere Beweggründe an diesen Wettbewerb teilzunehmen, über unsere Ziele und über unsere Zukunft. In der Zwischenzeit spielten die anderen im Foyer Tischfußball.

Am zweiten Tag halfen wir alle beim Frühstückmachen und aßen in einer vergnügten Runde.
Im Anschluss berieten wir über unser weiteres Vorgehen, da die meisten unserer Gruppe nicht aus der Nähe Leipzigs stammten. Unsere Aufgaben Zuhause wären dementsprechend: Sponsoren für Geld und Teile aufzutreiben, die Werbetrommel kräftig zu rühren und Praktika zu machen.

Beim Seminar

In der Sternwarte in Krostiz

Weil die anderen noch keine rechte Vorstellung von Leipzig hatten, fuhren wir im Vereinsbus eine Runde durch die Stadt und besuchten einen Freund von Herrn Heckel, der sich selbst eine Sternwarte aus Kunststoff gebaut hatte. Henri Schulz hat seinen Traum in Krostiz verwirklicht, in einer kleinen Werkstatt alles für die Sternwarte, sogar das Teleskop, herzustellen.

Er erklärte uns alles und wir durften auch mal einen Blick durch das Teleskop werfen. Auch seine Werkstatt konnten wir uns ansehen, in der er alle Teile seiner Sternwarte gebaut hatte. Ich war begeistert. Weil ich mich auch gerne handwerklich betätigte, war dies mehr oder weniger das Paradies. Mir würde für das Team die Aufgabe zukommen, eine Stoßstange für unser Buggy zu entwerfen, aber ich wollte auch an den Halterungen für die Schutzbleche mitarbeiten. Hier waren die idealen Bedingungen, um etwas Großartiges zu schaffen.

Leider verabschiedeten wir uns schon recht früh, weil den anderen auch etwas über die Geschichte Leipzigs berichtet werden sollte. Schließlich ist Leipzig eine kulturell wichtige Stadt mit einer aufregenden Geschichte und Silhouette. Auch verschiede Firmen sahen wir uns an, allerdings nur von außen, weil am Samstag die meisten geschlossen waren. Einige Firmen will ich hier nennen: BMW, die Laserfirma Rayonik, Metallverarbeitung HOLL und auch die Handwerkskammer zu Leipzig.

Vor dem Geburtshaus von Prof. Dr. Jesco von Puttkamer

Zudem besuchten wir das Geburtshaus von Prof. Dr. Jesco von Puttkamer, der der dienstälteste Mitarbeiter der NASA und ein guter Freund unseres Teamleiters war. War aus dem Grund, dass er unglücklicher Weise über Weihnachten an einer Grippe gestorben ist. Die Geschichte seiner Jugend berührte uns sehr, aber mich in gewisser Weise auch stolz, denn jemand wie er, der durch den Nationalsozialismus viele Schikanen erdulden musste, hatte es zu etwas in der NASA gebracht. Und dieser jemand stammte aus Leipzig, meiner Heimatstadt.

Danach fuhren wir wieder zurück, um zu Mittag zu essen. Nicolas und ich konnten anschließend unter der Anleitung von Evgeniy an den Computern mit dem CAD-Programm verschiedene Moonbuggy-Teile in 3D entwerfen, natürlich nach technischen Zeichnungen. Evgeniy Zakutin ist ein russischer Luft- und Raumfahrtingenieur aus Moskau, mit seiner und Tobias` Hilfe gelang es uns schließlich, die Teile zu erstellen. Stolz setzten wir uns dann zu den anderen, um selbst ein kleines Moonbuggy-Modell zu bauen.

Beim Bau des Modells

Es hieß also: Teile aus der gelaserten Edelstahlplatte drücken, mit einer Zange biegen und zusammensetzen. Klingt einfach, ist es aber nicht. Die 2mm dicke Platte wollte sich partout nicht in die richtige Form bringen lassen. Auch erschwerte Cosma, die Tochter von Herrn Heckel, die Arbeit, nicht unbedingt negativ, aber mit ihrer süßen Art hielt sie uns die ganze Zeit zum Kuscheln an. Doch letzten Endes schafften wir es. Nach zwei Stunden harter Arbeit hielten wir unser Werk in den Händen und konnten davon ein Foto schießen.

Am nächsten Tag erledigten Nicolas und ich den restlichen Papierkram, während Andreas und Monika die Arbeit am PC übernahmen. Viel zu früh schon trennten sich unsere Wege, um den Heimweg anzutreten. Aber desto größer wird die Freude beim nächsten Treffen bei der NASA sein.

 
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