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Schülerberichte - 2012

andreas-tuerkealtAndreas Türke (15) bewarb sich am 17.12.2012 über schuelerjobs.de an der Teilnahme am NASA Moonbuggy-Wettbewerb 2013. Andreas ist mit 5 Jahren eingeschult worden und übersprang danach noch einmal ein Schuljahr. Er gilt als hochbegabt, ist ein Einserschüler, kommt aus der Region um Dessau und besucht ein Gymnasium. In der Freizeit programmiert Andreas mit C++, Pascal und Delphi 5. Er besucht die Amateurfunk AG und ist dort auf der Schulstation DK0LG oder dem Ausbildungszeichen DN4JH desöfteren zu hören. Andreas möchte die Amateurfunklizenz erwerben und lötet sich seine eigene Hardware. Er kann Klavier und Orgel spielen. Zwischen dem 27. und 30.12.2012 nahm er am NASA-Briefing in Leipzig teil und erfuhr dabei viel über das was ihm auf diesem Weg bevorsteht. Er konnte alle Bereiche in denen er selbst gefordert war mit sehr guten Ergebnissen abschließen. Dazu gehörten: Moonbuggy-Training, CAD-Kurs, Bau eines Minibuggys aus Edelstahl, Verfassen eines eigenen Berichtes, Einbringen in das Team. Ein besonderes Eignungszertifikat wurde Andreas durch seinen CAD-Betreuer Evgeniy Zakutin (Luft- und Raumfahrtingenieur) nach einem 2-stündigen Einführungskurs ausgestellt. Nachfolgend erscheint der erste Bericht von Andreas.

Die transparente Darstellung und Spiegelung des Erlebten und Erlernten dient der Festigung und Einordnung des erworbenen Wissens sowie neuer Fähigkeiten. Im Laufe eines oder mehrerer Jahre erscheint so ein Nachschlagewerk über Andreas Entwicklung welches ihm vor allem selbst hilft. Es werfen aber auch Förderer und Sponsoren gern immer Mal ein Auge auf solche Berichte, um positiven Einfluss auf den jeweiligen Schüler zu nehmen.

Andreas hat sich bereits zusammen mit seiner Mutter und Patentante für die Teilnahme am NASA-Wettbewerb entschieden. Auch möchte Andreas sich mit einer wissenschaftspropädeutschen Arbeit für das Abitur 2013/14 einbringen. Hier empfehlen wir die Zusammenarbeit im NASA-Telemetrie-Team mit Tobias Volte (17) und der Entwicklung einer Multidaten-Telemetrie für die Moonbuggys nebst Entwicklung einer Analysesoftware für fortgehende Festigkeitsberechnungen am Fahrzeug.

Weitere Schülerberichte hier.

von Andreas Türke, Leipzig, den 28.12.2012

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Als ich angekommen bin, herrschte noch Totenstille zwischen mir und den anderen. Diese legte sich jedoch, als Herr Heckel uns alle bat, uns vorzustellen. Da bekam ich einen ersten Eindruck von den anderen.

Da sind Nicolas, 15, aus Rheinland-Pfalz, der in der USA aufgewachsen ist und 3 Sprachen beherrscht. Jasmin, 17, stammt aus der Region um Leipzig und will Kunststofftechnik studieren. Monika, 15, ist aus der Dortmunder Region und eine erfahrene Leichtathletikerin.

Dann hat uns Tobias (ein erfahrener Moonbuggy-Pilot, 16) herumgeführt und ich bekam Einblicke in die Technik und was hier alles gemacht wird und ich muss sagen, ich war wirklich beeindruckt. Und beim Abendbrot haben wir uns dann alle noch besser kenngelernt. Der Film, den wir danach gesehen haben, war dann noch ein gelungener Abschluss für den ersten Abend. Er kam aus den USA, wr von Tom Hanks im Originalton kommentiert und handelte über die Mondlandungen und deren Zukunft.

altaltDer Höhepunkt war jedoch der zweite Tag, als ich mich das erste Mal auf einen Moonbuggy gesetzt habe und damit gefahren bin. Zunächst aber hat uns Nadin (Moonbuggy-Pilotin und Astonomin, 18) einen sehr tollen und verständlichen Vortrag über das gesamte Projekt gehalten. Jetzt kann ich mir vieles besser vorstellen. Dann ging es auf das Moonbuggy. Das war zwar zu Beginn noch recht ungewohnt und auch etwas anstrengend, aber nach kurzer Zeit habe ich mich daran gewöhnt und dann hat es echt Spaß gemacht. Zunächst, als ich noch allein gefahren bin und mich an die ersten Hügel gewagt habe, hatte ich noch ein etwas mulmiges Gefühl. Das hat sich dann aber auch sehr schnell gelegt und und ich drehte meine Runden.

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Die ganze Sache wurde dann noch besser, als ich zusammen mit Jasmin gefahren bin. Am Anfang sind wir zwar nur den einfachen, ca. einen Kilometer langen Rundkurs gefahren, um warm zu werden. Und das war schon anstrengend. Da kam die kurze Pause gerade recht. In der zweiten Runde ging es schon um Zeit und Herr Heckel hat die Zeit für eine Runde gemessen. Nach dieser Runde ging es gleich ins Gelände und von da an wurde es dann richtig lustig, aber auch genauso anstrengend. Der erste Versuch, durch den Sand zu fahren, ging zwar voll daneben, aber mit jedem Mal wurde es besser.

Dann haben Jasmin und ich uns an die kleinen Hügel gewagt und es hat uns beiden echt Spaß gemacht. Das Gefühl, so einen kleinen Hügel eines Inliner-Kurses herunter zu fahren, war schon echt Spitze.

buggyjumpAber danach ging es erst richtig los und wir sind auf den großen Hügel gefahren. Zwar war das Hochfahren wirklich anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Und weil man nicht für immer auf dem Hügel stehen bleiben kann, ging es auch wieder bergab. Und das richtig schnell. Dieses Gefühl war echt atemberaubend. Deswegen sind wir beide auch ungefähr drei Mal da hochgefahren. Wir wären gerne noch öfters den Hügel hoch, aber uns hat dann die Kraft gefehlt. Deswegen sind wir dann wieder zu den kleineren gewechselt und haben da noch ein paar richtig schöne Sprünge gemacht.

Alles in allem war es wirklich ein tolles Erlebnis und hat richtig viel Spaß gemacht und ich kann nur jedem raten, es auch mal zu probieren. Immerhin bekommt man so eine Gelegenheit nicht immer. Und schon allein deswegen hat sich das ganze hier gelohnt und ich würde es sehr gerne wieder machen.

professor-puttkamer-geburtshaus

Am dritten Tag ging es nach direkt nach dem Frühstück auf Erkundungstour durch Leipzig und Umgebung. Dabei ging es, vorbei am Denkmal Karl Rudolf Brommy, zu unserem ersten Ziel: das Geburtshaus von Prof. Dr. Jesco von Puttkamer, dem dienstältesten Mitarbeiters der NASA, der am 27. Dezember diesen Jahres verstorben ist. Dort hat uns Herr Heckel von den jungen Jahren Puttkamers berichtet. Er hat uns erzählt, dass er dort eine schwere Zeit hatte, da er zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland geboren war und da sich die Straße, in der er wohnte, die Salomonstraße, jüdisch klang, musste seine Familie ständig mit Angriffen auf sie und ihre Wohnung rechnen. Nach dem Besuch Puttkamers Geburtshauses suchten wir einige Betriebe auf, nur leider waren diese schon alle geschlossen. Deswegen machten wir uns auf zum Messegelände der Leipziger Messe. Dort hat uns Herr Heckel das Gelände etwas vorgestellt und erklärt, was dort alles für Messen stattfinden.

bmw-werk

Daraufhin ging es zum BMW- Werk, was zwar im Moment geschlossen war aufgrund von Betriebsferien. Aber es war trotzdem sehr beeindruckend für mich, da ich nicht erwartet, dass es so groß ist. Als wir uns alle mit dem Auto dem Werksgelände näherten, bekam ich langsam einen Eindruck davon, wie groß das Werk wirklich ist. Bei nachträglichen Recherchen habe ich erfahren, dass das Werk 229 Hektar groß ist, was ungefähr der Fläche von 320 durchschnittlichen Fußballfeldern entspricht und dass bis 740 Autos dort täglich produziert werden können. Und das hat mich im Nachhinein nochmals beeindruckt.

Das alles war jedoch noch nicht alles und wir fuhren zur Sternwarte Kletzen in Krostitz, ungefähr 20km weit entfernt von Leipzig. Das besondere an dieser Sternwarte war und ist aber, dass Henri Schulz sie komplett selbst gebaut hat. Selbst das Teleskop hat er selbst gebaut. Und als ich das erfahren habe, war ich wirklich schwer beeindruckt, schließlich kommt es bei so einem Teleskop auf einen tausendstel Millimeter an. Und so etwas als Privatperson zu konstruieren und dann auch noch herzustellen erfordert sehr viel Können und Geschick.

jasmin-guckt durch das-teleskop

Nach diesem Ausflug ging es wieder zurück ins Space Hotel und dort ging es am Abend ans Bauen eines eigenen Moonbuggy. Es wurde zwar kein Moonbuggy, womit man am NASA Great Moonbuggy Race teilnehmen kann, aber immerhin ein eigenes Moonbuggy, das man in die Hand nehmen kann. Dies gestaltete sich komplizierter, als zunächst gedacht. Zunächst musste man die Teile des Moonbuggys, die aus einer Edelstahlplatte gelasert wurden, aus dieser Platte heraus drücken. Und bei 2mm Dicke ist das nicht gerade einfach. Danach mussten die Teile gebogen, zusammen gesteckt und zusammen- beziehungsweise festgeschraubt werden. Als ich dann am Ende mein eigenen Moonbuggy in den Händen hielt, war ich sehr stolz auf mich. Damit war dann auch der dritte Tag zu Ende, der wie die anderen Tage davor ein tolles Erlebnis.

cad-kurs-mit evgeniy-zakutin

Am vierten und letzten Tag nahm ich zusammen mit Monika an einem CAD-Kurs teil, der durch Evgeniy Zakutin, einem Luft- und Raumfahrtingenieur aus Moskau betreut wurde. Er zeigte uns, wie man mit einem CAD-Programm die Teile für das Moonbuggy konstruiert und dann sogar zusammen setzt. Und als ich das geschafft hatte, war ich wirklich stolz auf mich. Leider war danach auch unsere Zeit in Leipzig zu Ende und wir mussten wieder abreisen, wie ich finde, viel zu früh.

Aber alles in allem war dieser Workshop für mich ein voller Erfolg und ich bin ein großer Fan der Moonbuggies geworden und kann es nur nochmals wiederholen, dass dieses Projekt wirklich großartig.

 

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