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Schülerberichte - 2013

nadin.röesslerIn den letzten zwei Wochen hatte ich die Verantwortung dafür, wichtige Unternehmen zu kontaktieren, um Termine für unser Ostertreffen zu vereinbaren, sowie letzte Spendengelder für unsere Reise in die USA zu sichern. Da ich selbst Montags bis Freitags von 07.00 Uhr bis 15.00 Uhr arbeite, war es gar nicht so einfach, jeden zu erreichen. Wenn ich 15.45 Uhr Zuhause war, waren das die Unternehmer meistens auch schon.

28 wichtige Leute galt es zu kontaktieren. Der Aufwand fing schon damit an, Ordnung in mein gedankliches Chaos zu bringen. Was wollte ich von wem? Wollte ich nur ein Ostertreffen vereinbaren, weil das Unternehmen schon gespendet hatte? Wollte ich nur nach einer Spende fragen, weil das Unternehmen für das Ostertreffen zu weit weg lag? Oder wollte ich beides? Bei manchen Kontakten ging es auch nicht um die Einnahme von Geldern, sondern um die Organisation von Veranstaltungen oder Pressekonferenzen. Oder es ging einfach nur darum, Informationen über unseren aktuellen Stand an die Presse weiterzugeben. Als ob diese Sortierung nicht schon genug wäre, musste ich auch noch wissen, welcher Spendenbetrag bei welchem Unternehmen überhaupt angemessen war. Bei manchen Unternehmen konnte ich zum Beispiel nur nach Materialspenden fragen. Alles in allem war es ein ganz schöner Zeitaufwand, und für mich auch ziemlich stressig. 

Ich sortierte alle Kontakte in bestimmte Rubriken und machte mir wichtige Notizen zu jedem Einzelnen. Jeden in dieser kurzen Zeit erreichen zu können war für mich schlicht unmöglich. Dementsprechend sortierte ich die Kontakte nach Prioritäten. Ostertreffen-Kandidaten hatten dabei den höchsten Rang, weil sie an unsere Zeiten gebunden waren. 14 verschiedene Nummern versuchte ich zu erreichen. Viele von ihnen gingen nicht ans Telefon, aber bei Einigen schaffte ich doch die Kontaktierung - darunter Herr Kübler von der Sattlerei, Herr Dittmann vom Radhaus, Herr Frank vom Fahrzeugbau oder auch Herr Doerffer von der Sandstrahltechnik.

Oft geschah es, dass ich nur die Sekretärin erreichte, eine Stunde später nochmal anrufen sollte, dies auch tat und dann darauf verwiesen wurde, zurückgerufen zu werden. Das heißt ich rief mehrere Unternehmen mehrmals an einem Tag an, verschob meinen Anruf dann nochmal auf einen späteren Zeitpunkt und erreichte im Endeffekt nichts, obwohl ich mich für eine längere Zeit um das Unternehmen bemüht hatte. Das war ziemlich enttäuschend muss ich ehrlich sagen. Doch gleichzeitig war es dann auch umso erfreuender, wenn ich einen Termin für das Ostertreffen festsetzen konnte und es vielleicht gleichzeitig auch noch geschafft hatte, jemanden zum Spenden aufrufen zu können.

nadin-telefonDerzeit stehen vier feste Termine für das Ostertreffen. 5 Unternehmen kann ich erst Anfang nächster Woche noch einmal erreichen, was vom Prinzip her sehr knapp, aber eben auch nicht anders machbar ist, da die meisten Unternehmen auch ihre Prioritäten haben. Insgesamt zieht sich so ein Prozess schon sehr lange hin, was einen schon ziemlich frustrieren kann. Auch wenn ich jemanden gleich beim ersten Mal erreiche, heißt das nicht, dass ich die Sache sofort abhaken kann. Meistens habe ich mich später nochmal melden müssen, um einen festen Termin vereinbaren zu können. Neben den Anrufen kommt hinzu, dass jeder Unternehmer nach dem ersten Telefonat eine Mail von mir erhält als Erinnerung an unser Gespräch und gleich mit angehangener Spendenzusage. Dann rufe ich das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt nochmal an, um einen Termin festzusetzen und erst dann hake ich das Gespräch mit einer abschließenden E-Mail ab. Dafür habe ich effektiv gesehen jeden Wochentag zwei Stunden Zeit. Ab 16.00 Uhr, wenn ich Zuhause angekommen bin, bis 18.00 Uhr, weil danach sicherlich niemand mehr zu erreichen ist.

Auch wenn ich mal 13.00 Uhr Zuhause war, hieß das nicht gleich, dass meine Trefferquote bei Unternehmern höher war, weil ich eher anrief. Die Mehrzahl war zu der Zeit in Besprechungen und nicht erreichbar. Wenn ich fragte, wann sie denn am besten erreichbar wären, antworteten die meisten mit 10.00 Uhr. Toll! Also suchte ich mir auf Arbeit in der Pause einen ruhigen Ort, an dem ich telefonieren konnte. Da ich in einer Schule arbeite, kommen dafür vorrangig Klassenräume oder Lehrerzimmer in Frage. Diese sind aber oftmals schon besetzt. Dementsprechend landete ich auch schon mal nur in irgendeiner Garderobe, wo ich mir notgedrungen meine Zettel auf das Fensterbrett legte und verzweifelt noch versuchte jemanden zu erreichen. Natürlich waren auch 10.00 Uhr die Unternehmer nicht da. Versprochene Rückrufe waren oft nur leere Versprechungen. Wenn ich etwas erreichen wollte, musste ich die Zügel schon selbst in die Hand nehmen und mich nicht auf Rückrufe oder Ähnliches verlassen.

Jetzt, wo Ostern ist, ist das telefonische Erreichen nicht mehr möglich. Dementsprechend habe ich die wichtigsten Telefonate auch letzte Woche abgeschlossen. 4 Termine stehen fest. 3-5 restliche Termine gilt es am Dienstag abzuklären und dann sind die Ostertreffen-Telefonate erledigt. Gleichzeitig habe ich auch geplant, nächste Woche potentielle Spender anzurufen, welche nicht am Ostertreffen teilnehmen und dementsprechend auch nicht an Terminvereinbarungen mit uns gebunden sind. Außerdem möchte ich auch dann mit wichtigen Presseleuten in Kontakt treten. Eher konnte ich das einfach nicht schaffen. Es ist eine echt anstrengende Aufgabe, so viele Leute erreichen zu wollen und Treffen zu organisieren, ganz besonders wenn man selbst noch mit der eigenen Arbeit beschäftigt ist. Gleichzeitig bin ich auch froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Es ist ein sehr bestätigendes Gefühl, wenn man sein Ziel bei den Unternehmen erreichen konnte. Und es ist auch eine wichtige Aufgabe, sich um solche Dinge zu kümmern, gerade jetzt, wo es mit unseren Geldern dieses Jahr echt knapp aussieht. Ich hoffe, dass wir noch genug finanzielle Unterstützung auftreiben können, um für jeden Schüler die Reise zu sichern. Das Moonbuggy-Race ist schließlich eine einzigartige Erfahrung für jeden von uns!

Jeder Schüler sollte darum bemüht sein, zur Sicherung der Reise für unser Team beizutragen. Ich hoffe, dass uns das auch dieses Jahr gelingt. Jeder, der bis jetzt mit unseren Teams in die USA geflogen ist, hat keine Sekunde bereut, die er in Leipzig für das NASA Rennen geopfert hat. Denn wenn man einmal dort ist, kann man zu sich selbst sagen: „Das habe ich erreichen können! Und es ist einfach nur geil!“.

weitere Artikel zum Thema:
Die Leipzig-Tour (Sommer 2012)
Auf großer Deutschland-Tour  (Sommer 2012)
 

Bemerkung des Vorstandsvorsitzenden:
Nadin erreichte in dieser Woche ein Spendenaufkommen von 600 Euro. Vielen Dank an:

doerfferfrank 

 
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